Stellungnahme des Bündnisses für Toleranz und Menschenrechte im Landkreis Cham zum Rücktritt von Frau Fischer als Kreisrätin des Kreistags Cham

Stellungnahme des Bündnisses für Toleranz und Menschenrechte im Landkreis Cham zum Rücktritt von Frau Fischer als Kreisrätin des Kreistags Cham

Juni 22, 2026 Uncategorized 0

Gemeinsam mit den anderen demokratischen Kräften im Landkreis Cham verurteilt auch das Bündnis für Toleranz und Menschenrechte die Holocaust-Relativierung von Frau Fischer. Dass diese nicht dem Kreistag angehören wird, kann nach Ansicht des Bündnisses für eine sachliche und demokratische Debatte dort nur von Vorteil sein.

„Die AfD ist keine Partei, die etwas für die Bürger und Bürgerinnen erreichen will und keine, die an konstruktiven Lösungen interessiert ist“, so Achim Deufel, Mitglied im Sprecher/-innenkreis des Bündnisses für Toleranz und Menschenrechte im Landkreis Cham. „Mehr als deutlich macht das jetzt der Rücktritt von Frau Fischer, bevor diese überhaupt angefangen hat, im Kreistag für die Interessen ihrer Wähler und Wählerinnen zu arbeiten. Es geht um gesellschaftliche Spaltung und Hetze, das ist das eigentliche Ziel der AfD.“

Zum Anlass des Rücktritts, den Social-Media-Post, in dem Frau Fischer den Holocaust relativiert und seine Opfer damit herabwürdigt, sagt Sabine Ebert, die ebenfalls im Sprecher/-innenkreis das Bündnis vertritt: „Frau Fischer vergleicht eine Diktatur, die ein Terrorsystem aus Konzentrationslagern in Deutschland errichtete, Juden, politische Gegner und andere Gruppen wie Homosexuelle entrechtete, verfolgte und schließlich sechs Millionen Juden systematisch und geplant ermordete, zudem einen rassistisch motivierten Angriffskrieg mit insgesamt etwa 60 bis 70 Millionen Toten führte, mit der aktuellen politischen Agenda demokratischer Parteien. Man fragt sich bei Aussagen der AfD oft, ob Dummheit, Boshaftigkeit oder ideologische Verblendung im Vordergrund stehen. Bei der jüngsten Äußerung von Frau Fischer zur Shoa müssen alle drei Faktoren im Spiel gewesen sein.“

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